Hüftgelenksdysplasie (HD)

Gradeinteilung der HD

Grad 0: HD-A – kein Hinweis für HD

Der Femurkopf und das Acetabulum sind kongruent. Der kraniolaterale Rand des Acetbulum zeigt sich scharf konturiert und läuft abgerundet aus. Der Ge- lenkspalt ist eng und gleichmäßig. Der Winkel nach Norberg beträgt etwa 105º. Bei hervorragenden Hüftgelenken umgreift der kranolaterale Acetabulumrand den Fermurkopf etwas weiter nach laterokaudal.

Grad 1: HD-B – fast normale Hüftgelenke, Übergangsform

Entweder sind Femurkopf und Acetabulum in geringem Maße inkongruent mit einem Winkel nach Norberg von etwa 105º oder das Zentrum des Femurkopfes liegt medial des dorsalen Acetabulumrandes und Femurkopf und Acetabulum sind kongurent.

Grad 2: HD-C – leichte HD

Femurkopf und Acetabulum sind inkongruent, der Winkel nach Norberg beträgt etwa 100º und/oder der kaniolaterale Rand des Acetabulum ist in geringem Maße abgeflacht. Unschärfen oder höchstens geringe Anzeichen osteoarthrotischer Veränderungen des kranialen, kaudalen oder dorsalen Acetabulumrandes, des Femurkopfes oder–halses können vorhanden sein.

Grad 3: HD-D – mittlere HD

Deutliche Inkongruenz zwischen Femurkopf und Acetabulum mit Subluxation. Winkel nach Norberg größer als 90º (nur als Referenz). Abflachung des kraniolateralen Acetabulumrandes und/oder oestoarthrotische Merkmale.

Grad 4: HD-E – schwere HD

Auffällige dysplatische Veränderungen an den Hüftgelenken, wie z.B. Luxation oder deutliche Subluxation. Winkel nach Norberg unter 90º. deutliche Ab- flachung des kranialen Acetabulumrandes. Deformierung des Femurkopfes (pilzhuutförmig abgeflacht) oder andere osteoarthrotische Merkmale. Zucht zugelassen werden Hunde, die den "A" Vermerk bekommen:

Bestimmungen für die HD-Auswertung

Da ein HD-Gutachten ein Dokument ist, muss seine Richtigkeit zweifelsfrei feststehen. Daher sind folgende Punkte einzuhalten und den jeweiligen Tierarzt, der die Röntgenaufnahme erstellt mitzuteilen.

1. Die Zuchtbuchnummer des betreffenden Tieres muss mit der Zuchtbuchnummer der Ahnentafel übereinstimmen.
2. Die Lagerung des Tieres muss symmetrisch sein,
3. Das Röntgenbild muss scharf und deutlich sein, Rechts und Links sowie die Daten des Hundes müssen auf dem Röntgenbild belichtet sein.
4. Es ist nur der Original ARHZVÖ - HD - Röntgenuntersuchungsbogen zu verwenden.
5. Das Röntgenbild, der ARHZVÖ - HD - Röntgenuntersuchungsbogen (ausgefüllt vom Tierarzt, der die Röntgenaufnahme angefertigt hat), sowie die Original Ahnentafel des Hundes, sind über den jeweiligen Vereinsvorstand an die Geschäftsstelle des ARHZVÖ einzureichen.
6. Der Tierarzt, der die Röntgenaufnahme erstellt hat, darf keine Auswertungsergebnisse in der Ahnentafel des Hundes vornehmen.
7. Die neutrale Auswertungsstelle der ARHZVÖ archiviert das Röntgenbild dieses wird nicht an den Eigentümer zurückgegeben.
8. Der Befund der HD - Beurteilungsstelle wird vom Obmann des ARHZVÖ in der Ahnentafel eingetragen, gestempelt, unterschrieben und in der Geschäftsstelle archiviert.
9. Die Original Ahnentafel wird per Nachnahme an den jeweiligen Vereinsvorstand zurück geschickt.


Der HD- und ED-Befund ist für alle Hunde zwingend vorgeschrieben
Ausnahmen siehe Anhang.
Das Röntgenbild ist ohne Befundung durch den Tierarzt an das
zuständige Fachpersonal zu senden.

Auswertungsstelle:
Dr. Horst Wagner
Stattersdorfer Hauptstrasse 150
3133 St. Pölten

Zur Befundung sind verpflichtend die Vordrucke unseres Dachverbandes zu verwenden
und bei der Wurfeinreichung dem Wurfmeldeschein beizulegen.
Diese Vordrucke sind bei allen Zuchtwarten unseres Dachverbandes und von der Geschäftstelle des ARHZVÖ zu erhalten.